stoffwechsel.org Donnerstag, 2026-08-27, 11:49 PM
Willkommen Gast | RSS
Einloggen

Menü

Kategorien der Rubrik
Meine Artikel [2]
User [0]
Artikel von Usern
Wissenschaft [62]
Internet [23]
VST [1]
Politik u. Wirtschaft [70]
Computer [14]
Jux und Dallerei [2]
Music [1]
Filme [2]
Gesundheit [4]

Hauptseite » Artikel » Wissenschaft

Einträge in der Kategorie: 62
Einträge angezeigt: 1-10
Seiten: 1 2 3 ... 6 7 »

Sortieren nach: Datum · Name · Bewertung · Kommentare · Ansichten
Der Fingerabdruck des Urknalls


Matthias Matting 18.03.2014


Was die Astrophysiker in der Antarktis wirklich entdeckt haben
Am Anfang stand der Urknall. Das gilt sowohl für unser Universum im großen als auch für die Kosmologie. Nachdem die Idee eines immerwährenden, sich nicht verändernden Weltalls in immer mehr Aspekten mit den Beobachtungen kollidierte, etablierte sich in den 1960er Jahren das schon 1931 von Georges Lemaître geprägte Konzept eines expandierenden Kosmos.

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41273/1.html

Wissenschaft | Aufrufe: 382 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2014-03-21 | Kommentare (0)

Leben wir in einer Computersimulation?

12.12.2012 21:00


Eine beliebte Frage und Vorstellung ist immer wieder, ob wir in einer Computersimulation leben - und ob wir wissen können, dass wir in einer solchen leben oder nicht. Das Szenario geht nicht nur auf Descartes und die Neuzeit zurück, sondern letztlich auf Platons Höhle. Platon hatte erstmals den Versuch gemacht, mit den damals zur Verfügung stehenden technischen Mitteln eine Totalsimulation auszuarbeiten, um den Höhlenausgang aus der Scheinwelt in die Wirklichkeit plausibel und anschaulich zu machen.

Physiker von der University of Michigan und der University of New Hampshire glauben, dass sich Tests entwickeln lassen, mit denen sich nachprüfen lässt, ob wir in einer Computersimulation leben. Sofern unser Universum endlich ist und auch die Ressourcen von Simulatoren endlich sind.

Rainer Werner Fassbinder hatte in dem Film "Welt am Draht" (1973) auf der Grundlage des Science-Fiction-Romans "Simulacron-3 " (1964) von Daniel F. Galouye ein solches Szenario vogestellt. Der US-amerikanische Philosoph Hilary Putnam hat mit "Gehirne im Tank" (1982) ein ähnliches Gedankenexperiment durchgespielt.

Und der schwedische Philosoph Nick Bostrom versucht zu demonstrieren, dass wir uns mit hoher Wahrscheinlichkeit längst in einerComputersimulation befinden und es praktisch unmöglich wäre, dies zu bemerken: "Der Bau einer Matrix, die simulierte Gehirne mit Bewusstsein enthält, wäre außerordentlich schwierig. Jedes Wesen, das ein solches Kunstwerk vollbringen könnte, könnte fast sicher auch verhindern, dass Störungen in der Matrix von ihren Bewohnern bemerkt werden. Selbst wenn einige Menschen Unregelmäßigkeiten feststellen würden, könnte der Architekt die Simulation ein paar Sekunden zurückdrehen und so wieder abspielen, dass die Unregelmäßigkeit völlig ausgeschlossen wird, oder die Unregelmäßigkeit einfach aus dem Gedächtnis dessen streichen, der etwas Verdächtigtes bemerkt hat."

In Bezug auf das "Simulationsargument" von Bostrom haben die US-Physiker nun auch ihren Test entwickelt. Das Argument geht von drei Möglichkeiten im Hinblick auf Computersimulationen (im Anklag an den Film Matrix auch Matrices genannt) aus, von denen nach Bostrom mindestens eine wahr sein muss: "Die erste Möglichkeit ist, dass die Menschheit fast sicher ausstirbt, bevor sie technische Reife erreicht. Die zweite Möglichkeit ist, dass fast keine technisch reife Zivilisation am Bau von Matrices interessiert ist. Die dritte Möglichkeit ist, dass wir fast sicher bereits in einer Matrix leben. Warum? Weil, wenn nicht die beiden ersten Möglichkeiten zutreffen, mehr "Menschen" in Matrices leben als in "realen Welten". Für Sie als "Person" ist es dann wahrscheinlich, dass Sie in einer Matrix leben statt in einer "realen Welt"."


Die konische, rote Fläche stellt die Energie-Impuls-Beziehung der Speziellen Relativitätstheorie dar. Wenn unser Universum keine Simulation ist, sollte dieses Ergebnis erwartet werden. Wenn das Universum eine Simulation mit einem zugrundliegenden Gitter ist, wäre die flache, blaue Fläche zu erwarten, die die Beziehung zwischen Energie und Impuls darstellt.
Bild: Martin Savage

Zwar sei die Möglichkeit angesichts der technischen Begrenzungen noch weit entfernt, auch nur eine primitive Simulation des Universums zustande zu bringen, aber es könnten jetzt schon Tests für die Einschränkungen künftiger Simulationen entwickelt werden, sofern deren Ressourcen begrenzt sind. So könnten heutige Supercomputer mit der Gitter-Quantenchromodynamik (Lattice QCD) nur einen winzigen Teil des Universums in der Größenordnung von einigen Fermis, was etwa einem Atomkern entspricht, simulieren. Mit leistungsstärkeren Computern könne man irgendwann auch Modelle in der Größenordnung eines Moleküls, einer Zelle oder eines Menschen zustande bringen. Es würde aber noch lange dauern, bis man einen solch großen Teil des Universums simulieren könne, um die Zwangsbedingungen von physikalischen Prozessen zu verstehen, die darauf hinweisen, dass wir in einem Computermodell leben. Aber, so die Hypothese, die die Wissenschaftler in ihrem auf arXiv.org veröffentlichten Artikel ausführen, es gäbe jetzt schon Zeichen für Ressourcenbeschränkungen, die auch in künftigen Simulationen zu sehen sein müssten.

Wenn die künftigen Supercomputer nämlich auch noch die Gitter-QCD-Berechnungen verwenden würden, dann könne man in unserem Universum nach Hinweisen suchen, die auch in den kleinen Simulationen zu beobachten sind. Nach der Gitter-Eichtheorie wird die Raumzeit in vier euklidische Dimensionen aufgeteilt, womit, so die Physiker, die starke Wechselwirkung untersucht werden könne, die die subatomaren Teilchen, die Quarks und Gluonen, zusammenbindet, wodurch die Atomkernbausteine, die Protonen und Neutronen, entstehen. Wenn man also die Simulation auf der Basis der Gitter-QCD groß genug macht, erklärt der Physiker Martin Savage, dann "wird so etwas wie unser Universum herauskommen", sodass man dann Zwangsbedingungen untersuchen könne. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich ein Hinweis darauf in der Begrenzung der Energie von kosmischen Strahlen zeigen könnte. Die kosmischen Strahlen mit der höchsten Energie würden sich nämlich nicht an den Kanten des Gittermodels entlang bewegen, sondern diagonal. Und sie würden nicht in allen Richtungen interagieren, wie man annehmen sollte.

Für Savage wäre dies der erste nachprüfbare Hinweis, aus dem sich weitere Konsequenzen ergeben. Wenn unser Universum eine Simulation wäre, dann könnten beispielsweise die Erbauer auch noch weitere Simulationen parallel laufen lassen. Die Frage wäre dann, ob man mit diesen anderen Universen kommunizieren kann, wenn sie auf derselben Plattform laufen. Noch aber müssten wir unser Universum selbst nach Unstimmigkeiten absuchen, wenn wir der Hypothese nachgehen wollten, dass es nur eine Computersimulation ist, in der wir als Gefangene leben 

weiter lesen 

Wissenschaft | Aufrufe: 342 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-05-13 | Kommentare (0)

Extremer Pulsar bestätigt Einstein

Redaktion / idw / Pressemitteilungen der Universität Bonn und des MPIfR
astronews.com
26. April 2013

Einsteins allgemeine Relativitätstheorie hat einen weiteren Test bestanden: Dies ist das Ergebnis von Beobachtungen des äußerst massereichen Pulsars PSR J0348+0432 und seines Begleiters durch ein internationales Forscherteam. Das System, so die Vorhersage, sollte durch Abstrahlung von Gravitationswellen kontinuierlich Energie verlieren. Genau dies wurde nun gemessen.

Das System aus Pulsar und Weißem Zwerg erzeugt Gravitationswellen. Die Größe beider Objekte auf diesem Bild ist nicht maßstabsgetreu. Bild: ESO / L. Calçada

Das System aus Pulsar und Weißem Zwerg erzeugt Gravitationswellen. Die Größe beider Objekte auf diesem Bild ist nicht maßstabsgetreu


Pulsare sind schnell rotierende Neutronensterne. Ihre Strahlung geben sie - ähnlich wie ein Leuchtturm - in begrenzten Lichtkegeln ab, die auch die Erde regelmäßig überstreichen können. So scheint ein Pulsar regelmäßige Strahlungspulse auszusenden. Ein internationales Team von Astronomen hat nun einen besonders extremen Pulsar mithilfe verschiedener Teleskope näher untersucht und dabei einige bemerkenswerte Entdeckungen gemacht.

PSR J0348+0432 ist ein Pulsar, der erst vor wenigen Jahren in einem Doppelsternsystem mit einem Weißen Zwerg entdeckt wurde. Die Umlaufdauer des Pulsars beträgt nur 2,5 Stunden. Die Gravitation auf seiner Oberfläche ist mehr als 300 Milliarden Mal stärker als auf der Erde. Im Zentrum des Pulsars findet man mehr als eine Milliarde Tonnen Materie auf das Volumen eines Zuckerwürfels zusammengepresst.

"Schon bei einer ersten schnellen Analyse der Daten war mir klar, dass wir uns einen ganz schönen Brocken eingefangen hatten", sagt John Antoniadis, Doktorand am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn und Erstautor eines Fachartikels, der heute in der Zeitschrift Science erscheint. "Mit der doppelten Masse der Sonne ist das der schwerste bis jetzt bekannte Pulsar." Für die Astronomen sind die extremen physikalischen Bedingungen von PSR J0348+0432 ein ideales Laboratorium, um ihre Theorien zu testen.

"Für diesen Pulsar mussten wir unsere Sternentwicklungsmodelle bis an die Grenze strapazieren", sagt etwa Thomas Tauris von der Arbeitsgruppe "Stellarphysik" am Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn, der die Entwicklung solcher Doppelsternsysteme erforscht. Die Ergebnisse ermöglichen nun neue Einblicke in die Evolution von Doppelsternen. Die einzigartige Kombination von Eigenschaften des Systems stellte die Modelle der Physiker dabei vor besondere Herausforderungen. Zu beachten waren nämlich die kurze Umlaufperiode, die große Masse, die relativ langsame Eigenrotation und zudem ein starkes Pulsar-Magnetfeld. 

Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich das Doppelsternsystem gebildet und weiterentwickelt hat. "Dieses setzt einen Massentransfer voraus, bei dem der Pulsar seinen Kompagnon auffrisst", so Tauris. Am Ende dieser Entwicklung steht dann ein Objekt, wie wir es heute beobachten können: Ein schnell rotierender, massereicher Neutronenstern und ein Weißer Zwerg als Überrest des früheren Begleitsterns.

Der Pulsar und der Weiße Zwerg haben einen Abstand von nur 830.000 Kilometer zueinander, was nur etwas mehr als einem Sonnenradius entspricht. Dank der durch Beobachtungen am Very Large Telescope der ESO ermittelten Massen der Partner, ließ sich der Energieanteil berechnen, der in Form von Gravitationswellen abgestrahlt werden muss, was wiederum zu einer Verkürzung der Umlaufperiode in dem System führen muss.

Diese Änderung der Umlaufperiode aber sollte in den Radiosignalen des Pulsars sichtbar sein. Deswegen hat das Team regelmäßige Beobachtungen an den drei größten Radioteleskopen weltweit durchgeführt. "Unsere Radiobeobachtungen mit den beiden Teleskopen in Effelsberg und Arecibo waren derart präzise, dass wir bereits Ende 2012 eine Änderung von nur acht Mikrosekunden pro Jahr in der Umlaufperiode und damit exakt den von der Relativitätstheorie vorhergesagten Wert nachweisen konnten", sagt Paulo Freire vom MPIfR.

"Das aufregendste Ergebnis für uns war, dass die Allgemeine Relativitätstheorie sich auch in einem so extremen Umfeld noch vollständig bewährt", sagt Norbert Wex, theoretischer Astrophysiker in der Forschungsabteilung "Radioastronomische Fundamentalphysik" am MPIfR. "Unsere Ergebnisse zu PSR J0348+0432 geben uns zusätzliches Vertrauen in die Gleichungen für die komplette Spannweite der Massen von Neutronensternen, wie wir sie in der Natur beobachten", ergänzt Michael Kramer, Direktor am MPIfR. "Wenn man den großen Aufwand berücksichtigt, der in die Ableitung der Gleichungen gesteckt worden ist, dann ist es eine sehr gute Nachricht für unsere Kollegen aus der Gravitationswellen-Astronomie, dass Einsteins Theorie auch diesen Test bestanden hat."

Durch die Abstrahlung von Gravitationswellen verliert das System kontinuierlich an Orbitalenergie, wodurch die zwei Sterne einander immer näher kommen - etwa 1,4 Millimeter pro Tag. "Wir haben berechnet, dass die beiden Sterne in 400 Millionen Jahren miteinander verschmelzen", so Tauris. Dadurch wird der Pulsar noch mehr Materie von seinem Begleiter aufsaugen, und möglicherweise zu einem Schwarzen Loch kollabieren.


weiter lesen

Wissenschaft | Aufrufe: 319 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-04-28 | Kommentare (0)

Spuren des Urknalls: "Planck"-Daten geben Kosmologen Rätsel auf

Von Christoph Seidler

Esa/ Planck Collaboration

Das Universum ist etwas älter und etwas anders zusammengesetzt als bisher vermutet - doch abgesehen davon scheinen die neuen Ergebnisse des "Planck"-Teleskops kosmologische Standardmodelle zu bestätigen. Wenn da nicht einige unerklärliche Ausnahmen wären.

Selten hatte es bei der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) so eine Geheimhaltung gegeben. Keinesfalls sollten Informationen über die neue Himmelskarte des "Planck"-Teleskops vor der öffentlichen Präsentation am Donnerstag an die Öffentlichkeit gelangen. Das ließ auf eine Sensation hoffen. Und auch, dass die Nasa eine eigene Pressekonferenz zum Thema ansetzte, obwohl sie bei dem Observatorium bestenfalls eine Nebenrolle spielt, schien darauf hinzudeuten.

"Planck" hat eine hochpräzise Karte des Mikrowellen-Hintergrundes im Universum geliefert. Sie zeigt extrem schwache Temperaturschwankungen, die aus der Zeit unmittelbar nach dem Urknall stammen. Damit wollen Wissenschaftler fundamentale Fragen beantworten: Wo kommt unser Universum her? Und wo geht es hin? Mit Hilfe der nun vorgestellten Daten haben Kosmologen ausgerechnet, dass das All mit 13,82 Milliarden Jahren etwas älter ist als vermutet - weil es sich langsamer ausdehnt als bisher angenommen.


Außerdem setzt sich der Kosmos auch anders zusammen, als man glaubte. Nach den neuen Auswertungen ergibt sich bei der Masse- beziehungsweise Energiedichte folgende Verteilung:

Dunkle Materie: 26,8 Prozent (bisherige Annahme: 22,7 Prozent)
Gewöhnliche Materie: 4,9 Prozent (bisherige Annahme: 4,5 Prozent)
Dunkle Energie: 68,3 Prozent (bisherige Annahme: 72,8 Prozent)
Doch sind das tatsächlich die spektakulären Ergebnisse, auf die manche gehofft hatten? Denn im Wesentlichen bestätigt "Planck" die bisherigen kosmologischen Standardannahmen. "Wir sehen, dass Modell und Ergebnisse sehr gut zusammenpassen", sagt Torsten Enßlin vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.


Jean-Luc Lehners vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam sagt: "Es gibt keine sehr große neue Entdeckung. Das ist ein bisschen schade." Lehners liebäugelt wie einige andere Kollegen mit der Idee eines zyklischen Universums. Das All würde demnach immer wieder entstehen und vergehen. Doch die aktuellen "Planck"-Ergebnisse legen nahe, dass stattdessen die Expansionstheorie zutreffen dürfte. "Das macht es schwieriger, Hinweise auf eine neue Physik zu finden", sagt Lehners. Das All dehnt sich also nach dem Urknall immer weiter aus - und fertig.


Spuren des Urknalls: "Planck"-Daten geben Kosmologen Rätsel auf

Wissenschaft | Aufrufe: 366 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-03-25 | Kommentare (0)

Das Voynich-Manuskript

Das Voynich-Manuskript: das Buch, das niemand lesen kann
Klaus Schmeh 08.10.2008


Seit fast 100 Jahren versuchen Experten und Hobby-Forscher, ein handgeschriebenes Buch zu enträtseln, das in einer unbekannten Schrift verfasst ist: das Voynich-Manuskript

Die zahlreichen Theorien, die sich um dieses bemerkenswerte Dokument ranken, sind widersprüchlich und reichen von plausibel bis abenteuerlich. Dieser Artikel unternimmt den Versuch, pseudowissenschaftliche von ernsthaften Erklärungsversuchen zu trennen.


Die Fakten sind schnell erzählt. Das Voynich-Manuskript ist ein 246 Seiten starkes, handgeschriebenes Buch, das neben zahlreichen Bildern etwa 170 000 Schriftzeichen enthält. Das Besondere daran: Die verwendete Schrift ist gänzlich unbekannt und taucht nach heutigem Kenntnisstand nirgendwo sonst auf. Daher kann bisher niemand das Buch lesen. Das Alter der Schrift wird meist auf etwa 500 Jahre geschätzt, sofern es sich um keine Fälschung handelt. Leider lässt der jetzige Besitzer - die Beinecke-Bibliothek der US-Universität Yale -keine Altersbestimmung mit physikalischen oder chemischen Methoden zu.

Im botanischen Kapitel finden sich zahlreiche Pflanzendarstellungen


Die Existenz des Voynich-Manuskripts ist erst seit dem Jahr 1912 zweifelsfrei belegt. Damals will es der Buchhändler und -sammler Wilfried Voynich in einem italienischen Jesuiten-Kolleg aufgespürt haben. Nach ihm ist das Schriftstück benannt. Voynich versuchte über Jahre hinweg, das einzigartige Manuskript zu verkaufen, fand jedoch keinen Kunden, der seine Preisvorstellung akzeptierte. Nach seinem Tod im Jahr 1930 erbte Voynichs Frau das Manuskript, von der es über einen Händler schließlich an die Beinecke-Bibliothek überging.

Ein Namenseintrag auf der ersten Seite besagt, dass das Voynich-Manuskript im 17. Jahrhundert einem böhmischen Pharmazeuten namens Jacobus Sinapius gehörte. Weitere Informationen liefert ein Schreiben aus dem Jahr 1666, das laut Voynich dem Manuskript beilag. Dieses Schriftstück nennt einige weitere Vorbesitzer, die alle in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts lebten. Sollten das Buch und das Schreiben echt sein, dann muss das Voynich-Manuskript vor Beginn des 17. Jahrhunderts entstanden sein.


Einer der Vorbesitzer des Manuskripts machte - so berichtet das beiliegende Schreiben - sogar eine Aussage über den Urheber. Demnach wäre das unlesbare Buch ein Werk des englischen Mönchs und Universalgelehrten Roger Bacon (1214-1294). Würde das stimmen, dann wäre es eine Sensation, denn Roger Bacon, der manchmal auch als englischer Leonardo da Vinci bezeichnet wird, gilt für viele als bedeutendster Wissenschaftler des Mittelalters. Einen prominenteren Urheber könnte das Voynich-Manuskript kaum haben. Allerdings ist das besagte Schreiben - sofern es korrekt datiert ist - erst vier Jahrhunderte nach Bacon entstanden. Möglicherweise wollte der Vorbesitzer, der das Voynich-Manuskript Bacon zuschrieb, lediglich den Wert des Buchs erhöhen, indem er einen bedeutenden Urheber erfand.

Viel mehr Historisches ist über das Voynich-Manuskript nicht bekannt. Die einzige weitere Informationsquelle ist das Buch selbst, und da dieses bisher nicht entschlüsselt ist, bleiben fast alle wesentlichen Fragen unbeantwortet. Insbesondere ist unklar, wer das Buch geschrieben hat, wann es genau entstanden ist und was darin steht. Keine Frage: Das Voynich-Mauskript ist ein echtes Mysterium. Doch wenn Fakten fehlen, dann blühen häufig die Spekulationen. Es kommt daher nicht überraschend, dass sich um die rätselhafte Schrift zahlreiche Theorien ranken, die sich teilweise erheblich widersprechen und nicht selten äußerst spektakulär wirken.

Unlesbare Schrift, nichtssagende Bilder

Ein guter Einstiegspunkt für eine Voynich-Untersuchung ist zweifellos die Schrift des Manuskripts. Diese ist zwar nicht lesbar, wirkt aber andererseits auch nicht völlig fremdartig. Einige Buchstaben ähneln den uns bekannten des lateinischen Alphabets. Die Anzahl der verwendeten Buchstaben ist nicht eindeutig feststellbar, kommt jedoch der Zahl 26 nahe. Der Urheber des Manuskripts schrieb von links nach rechts (dies erkennt man daran, dass der Text linksbündig formatiert ist), wobei das Schriftbild und die Buchstabengröße aus Sicht eines Europäers nicht ungewöhnlich wirken. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Text keine Satzzeichen enthält, denn das ist bei alten Texten nicht außergewöhnlich. So ist auch für einen Laien schon vor Betrachtung der Bilder klar: Das Voynich-Manuskript stammt aus dem europäischen Kulturkreis.

Keine der Pflanzen aus dem Voynich-Manuskript konnte identifiziert werden


Offensichtlich ist zudem, dass der Urheber des Voynich-Manuskripts sehr sorgfältig vorging. So ist im gesamten Text keine einzige Korrektur zu erkennen. Die Schrift wirkt zudem flüssig und hinterlässt den Eindruck, dass der Schreiber in ihr geübt war. Leider ermöglicht es der Voynich-Text nicht, das Buch in Kapitel aufzuteilen, denn es gibt keine Überschriften.

Und was verrät ein erster Blick auf die Bilder? Etwa 220 der 246 Voynich-Seiten sind illustriert. Teilweise lassen sich die Seiten aufklappen, wodurch Bilder zum Vorschein kommen, die sich über mehrere Blätter erstrecken. Der Urheber zeichnete offensichtlich zuerst die Bilder und fügte anschließend auf den frei gebliebenen Stellen die Schrift hinzu. Da man die Abbildungen im Gegensatz zum Text in verschiedene Sektionen einteilen kann, lassen sich im Voynich-Manuskript sechs Kapitel unterscheiden:

Botanisches Kapitel: Das erste Kapitel macht etwa die Hälfte des Manuskript-Umfangs aus. Auf jeder Seite ist großformatig eine Pflanze dargestellt.

Astronomisches Kapitel: Dieses zweite Kapitel enthält ganzseitige, kreisförmige Diagramme mit Sonne, Mond und Sternen. Außerdem finden sich hier Darstellungen von Tierkreiszeichen.

Balneologischen Kapitel: Hier sind hauptsächlich nackte Frauengestalten in Wannen dargestellt.

Kosmologisches Kapitel: In diesem kurzen Kapitel sind kreisförmige, rosettenähnliche Darstellungen zu erkennen, die von umfangreichem Text begleitet werden.

Pharmazeutisches Kapitel: Hier sind Pflanzen, Pflanzenteile und einige Gefäße abgebildet. Einige der Pflanzenbilder sind in einem ganzseitigen Format dargestellt und würden daher auch in das botanische Kapitel passen.

Rezept-Kapitel: In diesem Kapitel findet sich Text, jedoch keine Bilder (abgesehen von Sternen am Seitenrand).

Da man den Text des Voynich-Manuskripts bisher nicht lesen kann, bieten die Bilder die wichtigsten Anhaltspunkte, um Schlüsse auf Inhalt, Alter und Autor zu ziehen. Hierbei fällt zunächst auf, dass sich die unterschiedlichen Illustrationen kaum einem gemeinsamen Thema zuordnen lassen. Das Voynich-Manuskript muss daher - falls es überhaupt einen sinnvollen Inhalt hat - eine Abhandlung zu unterschiedlichen Themen sein. Möglicherweise handelt es sich um ein Lehrbuch für Magier, Ärzte, Apotheker und Astrologen - die Übergänge zwischen diesen Berufsständen waren vor 500 Jahren noch fließend. Interessanterweise enthalten die Voynich-Abbildungen kaum aussagekräftige Symbole. Religiöse Motive sind ebenfalls nicht erkennbar. Das Voynich-Manuskript lässt sich daher weder einer bestimmten Denkschule noch einer Religion zuordnen. Eindeutig ist allenfalls, dass kein großer Künstler am Werk war, denn die zeichnerische Qualität der Bilder ist allenfalls mittelmäßig.

Auch sonst hat die Auswertung des Voynich-Bildmaterials trotz seines großen Umfangs bisher wenig Erhellendes gebracht. So geben beispielsweise die insgesamt 126 Pflanzen-Darstellungen, die teilweise eine ganze Seite ausfüllen, ausgesprochen wenig her. Kein einziges der abgebildeten Gewächse lässt sich eindeutig identifizieren. Einigermaßen sicher ist allenfalls, dass es sich dabei um Heilkräuter handelt. Ginge es um eine landwirtschaftliche Nutzung, dann müssten irgendwelche Früchte oder sonstige essbare Teile erkennbar sein. Ein aus rein wissenschaftlichem Interesse geschriebenes Pflanzenbuch erscheint in der vermuteten Entstehungszeit äußerst unwahrscheinlich.

Im astronomischen Kapitel sind Himmelskörper und Sternzeichen abgebildet


Immerhin lassen die Pflanzenbilder gewisse Rückschlüsse auf die Entstehungszeit zu. Die Darstellung der diversen Gewächse erscheint sachlich, naturgetreu (auch wenn es vermutlich kein Vorbild in der Natur gab) und auf eine leichte Erkennbarkeit ausgelegt. Solche Pflanzenbilder gab es in Europa erstmals im 14. Jahrhundert, ausgehend von der Schule von Salerno (dies war eine medizinische Schule in Italien). Daraus kann man schließen, dass das Manuskript nicht vor dem 14. Jahrhundert entstanden ist. Dies ist gleichzeitig ein weiteres Indiz dafür, dass Roger Bacon nicht der Autor des Voynich-Manuskripts war.

Eine weitergehende Bildanalyse veröffentlichte 1944 der Botaniker Hugh O’Neill[1]. Er wollte in zwei Pflanzendarstellungen (siehe Abbildungen) Sonnenblumen erkannt haben. Auch einige andere Pflanzen glaubte er identifiziert zu haben. Das Interessante daran: Sowohl die Sonnenblume als auch die anderen betreffenden Pflanzen breiteten sich erst nach der Entdeckung Amerikas in Europa aus. Dies hieße, dass das Voynich-Manuskript frühestens im späten 16. Jahrhundert entstanden sein kann. Allerdings muss man in den genannten Darstellungen nicht zwingend Sonnenblumen erkennen. Mit den anderen identifizierten Pflanzen verhält es sich ähnlich. O’Neills These ist also wie so vieles andere in diesem Zusammenhang nur Spekulation.

weiter lesen

Wissenschaft | Aufrufe: 289 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-03-14 | Kommentare (0)

Gedankenübertragung per Internet

01.03.2013 - Hirnforschung, Technik
Gedankenübertragung per Internet

Forscher lassen die Gehirne zweier Ratten über tausende von Kilometern miteinander kommunizieren

Auch wenn es uns manchmal so scheint, als gebe es die Gedankenübertragung - bisher gibt es keine eindeutigen Belege dafür, dass wir diese Form der Kommunikation beherrschen. Und auch ein kollektives Gehirn wie bei den Borg in der Science-Fiction-Serie Raumschiff Enterprise gehört eher ins Reich der Fantasie - noch. Denn zumindest an Ratten haben uns US-Forscher jetzt einen ersten Vorgeschmack geliefert, wie technische Hilfsmittel eine Gedankenübertragung möglich machen könnten: Sie ließen die Gehirne zweier Ratten über tausende von Kilometern hinweg kommunizieren.


Dass das Gehirn von Menschen und Tieren auch Signale auswerten kann, die ihm von außen via Mikroelektroden zugeführt werden, haben Studien schon häufiger gezeigt. Erst vor kurzem leiteten Forscher beispielsweise die elektrischen Impulse eines Infrarotsensors in das Tastzentrum einer Ratte. Diese konnte dadurch diese für normale Augen unsichtbare Strahlung wahrnehmen - es fühlte sich für sie an wie eine Berührung ihrer Tasthaare. "Wir haben uns nun gefragt, ob das Gehirn nicht nur Informationen eines künstlichen Sensors auswerten kann, sondern auch die von einem anderen Organismus", erklärt Studienleiter Miguel Nicolelis von der Duke University in Durham.

Sender- und Empfänger-Gehirn über Kabel verbunden

Um das zu testen, pflanzten die Forscher Ratten feine Elektroden in den motorischen Cortex ein, den Bereich der Hirnrinde, der Bewegungen kontrolliert. Alle Tiere wurden darauf trainiert, in einem Käfig mit zwei Hebeln immer denjenigen zu drücken, über dem ein Licht aufleuchtete. Das eigentliche Experiment begann, als die Forscher die Elektroden im Gehirn jeweils zweier Ratten miteinander verkoppelten. Immer wenn die "Sender"-Ratte auf das Lichtsignal hin den korrekten Hebel drückte, leitete ein Kabel ihre Hirnaktivität per Kabel in das Gehirn ihres Partners. Diese "Empfänger"-Ratte hatte zwar in ihrem Käfig die gleichen Hebel, aber kein Lichtsignal. Um den richtigen drücken zu können, musste das Tier die übermittelten Signale aus dem Gehirn ihres Artgenossen korrekt verarbeiten.

Und tatsächlich funktionierte dies: Die Empfänger-Ratten drückten in rund 70 Prozent der Versuche den richtigen Hebel, wie die Wissenschaftler berichten. Das sei deutlich mehr als bei zufälliger Verteilung und hochsignifikant. "Das zeigt, dass wir eine direkte Kommunikation zwischen den beiden Gehirnen etabliert haben, wir haben quasi ein Nervensystem erzeugt, das aus zwei Gehirnen besteht", erklärt Nicolelis. Es sei das erste Mal, dass Verhaltensanweisungen von einem Tier zum anderen übermittelt wurden, ohne die normalen Sinneskanäle dafür zu nutzen.

Kommunikation in beide Richtungen

Wie in einem echten Nervensystem üblich, funktionierte auch die Kommunikation der verbundenen Gehirne in beide Richtungen: Denn nur wenn die zweite Ratte ihre Aufgabe richtig löste, bekam ihr Partner eine weitere Belohnung und damit ein positives Feedback, sonst nicht. Das habe zu einer echten Kollaboration zwischen den beiden Partnern geführt. "Wenn die Decoder-Ratte einen Fehler machte, veränderte die Encoder-Ratte sowohl ihr Verhalten als auch ihre Hirnaktivität, um es ihrem Partner beim nächsten Versuch einfacher zu machen", berichtet Nicolelis.

Ähnlich erfolgreich funktionierte die Übermittlung auch bei einer zweiten Versuchsvariante, in der die Ratten auf einen über die Schnurrhaare aufgenommenen Reiz reagieren und den richtigen Hebel drücken mussten. Nachdem Rattenpaare diesen Test mehrfach gekoppelt trainiert hatten, beobachteten die Forscher im Gehirn der Empfänger-Ratte eine erstaunliche Veränderung: Einige Gehirnareale begannen, sowohl auf die Signale der eigenen Schnurrhaare als auch auf die per Elektroden eingeschleusten zu reagieren. Die Ratte habe damit in ihrem Gehirn neben dem sensorischen Abbild ihres eigenen Sinnesorgans und Körpers auch ein zweites - das ihres Partners - erzeugt, schlussfolgern die Forscher.


weiter lesent

Wissenschaft | Aufrufe: 317 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-03-03 | Kommentare (0)

 Air Force Personal beobachtete UFOs während französischer Atomtests in Algerien

Sonntag, 10. Februar 2013
 

Washington (USA) - In den vergangenen 40 Jahren hat der UFO-Forscher Robert Hastings mehr als 130 ehemalige Angehörige der U.S. Air Force, Army und Navy interviewt, die alle während ihrer Dienstzeit Zeugen von UFO-Zwischenfällen mit Bezug zu Atomwaffen geworden sind (...wir berichteten, s. Links). Jetzt präsentiert Hastings neue, bislang unbekannte Augenzeugenaussagen die unter anderem belegen, dass Air Force Personal während Atomtests in Algerien auch unbekannte Flugobjekte beobachtet hat.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um einen aktuellen Artikel von Robert Hastings, ufohastings.com

Am 30. Januar 2013 habe ich meine letzte Pressemitteilung mit dem Titel "Forscher bittet U.S. Militärveteranen ihre UFO-Begegnungen bei Atomwaffenstützpunkten zu berichten", herausgeben. Meine Hoffnung dabei war und ist, dass entsprechende Personen, die bislang noch nicht von ihren UFO-Begegnungen berichtet haben, mich unter ufohastings@aol.com kontaktieren.

Der Erste, der sich meldete, war Larry Rogers. Rogers vermittelte einen unerwarteten Einblick in das französische Atomtest-Programm in der Sahara während der frühen 1960er Jahre. Ich habe Mr. Rogers zweimal telefonisch interviewt, außerdem stellte er mir seine Militärakte zur Verfügung, die seine Anwesenheit auf einer U.S. Luftwaffenbasis in Nordafrika zur fraglichen Zeit belegt.

1960 war Larry W. Rogers als Airman 3rd Class der 3926 Luftpolizeistaffel K9 der U.S. Luftwaffe zugeteilt und auf der Ben Guerir Basis in Marokko stationiert. Zu dieser Zeit begannen die Franzosen ihre ersten Atombomben im benachbarten Algerien (damals eine französische Kolonie) zu testen. Die Explosionen wurden auf dem Reggane-Testgelände durchgeführt, welches sich ca. 1000 km südöstlich von der amerikanischen Luftwaffenbasis befand.

Rogers erzählte mir: "Ich persönlich habe nie direkt einen Atomblitz von einem der Tests sehen können. Was wir jedoch sahen, war ein unglaublich farbenprächtiger Himmel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang, welcher ein Resultat des aufgewirbelten Sandes und Schuttes in der Atmosphäre war. Genau genommen war der ganze Himmel nach jedem Test für einige Tage mit Farbe gefüllt."

Eines Nachts, kurz nach einer Detonation, befand sich Rogers, gemeinsam mit 5 anderen Mitgliedern seiner Staffel und begleitet von Schäferhunden, auf Wache am nördlichen Ende der Start- und Landebahn der Basis. "Den Zeitpunkt kann ich leider nicht mehr genau angeben, da es in der Sahara keine Jahreszeiten und zu jener Zeit auch keine besonderen Wetterverhältnisse gab mit denen man das Ereignisse hätte verknüpfen können. Ich befürchte der genaue Zeitrahmen wird deswegen unbekannt bleiben", berichtet Rogers.

Irgendwann bemerkten Rogers und die anderen eine Gruppe von kleinen leuchtenden Objekten die, über dem Atlas-Gebirge etwa 150 km entfernt am südöstlichen Horizont in der Luft zu schweben schienen. Larry Rogers schildert seine Sichtung so: "Da waren vielleicht ein halbes Dutzend von ihnen. Sie waren sehr hell. Ich weiß jedoch nicht, ob sie von sich heraus leuchteten oder von der Sonne angestrahlt wurden und das Sonnenlicht reflektierten. Sie waren jedenfalls so hoch am Himmel, dass die Sonne, obwohl es schon dunkel war, sie immer noch hätte erleuchten können."

"Die Objekte könnten sich über, hinter oder vor den Bergen befunden haben. Dies konnte man aufgrund der Entfernung und der Dunkelheit nicht genau einschätzen. Jedenfalls wirkten sie auf uns so merkwürdig, dass wir den Kommandoposten der Staffel verständigten. Kurze Zeit später sahen wir 4 oder 5 Kampfflugzeuge am Himmel. Sie wurden von der Zaragoza Luftwaffenbasis in Spanien gestartet und flogen fast genau über unserer Position. Die Flugzeuge waren sehr laut und man konnte die blauen Flammen der Nachbrenner sehr gut erkennen."

Die Wachen beobachteten, wie die Jets sich entfernten. Einige Minuten später sahen Rogers und die Anderen wie die Jets mit den Lichtern am Himmel zu interagieren schienen. "Wir wussten genau, wann die Kampfflugzeuge kamen, jedenfalls dachten wir das, denn genau in diesem Moment begannen die UFOs sich sehr schnell und ungleichmäßig zu bewegen. Davor waren sie fast bewegungslos, aber nun zoomten sie hin und her und flogen spitze Haken als würden sie mit den Jets fangen spielen. Einige Objekte umkreisten die Kampfflugzeuge sogar in der Luft. Wir konnten nicht glauben was wir da beobachteten, denn was wir sahen war absolut unglaublich." Dann fügte Rogers noch hinzu: "Meiner Einschätzung nach, waren die Objekte nicht da um einen Atomtest zu beobachten, sondern als Folge eines solchen Tests."

Die Begegnung dauerte etwa 45 Minuten. Nach dieser Zeit verließen die Jets das Gebiet, vermutlich da ihnen der Treibstoff ausging. Wahrscheinlich flogen zu ihrer Basis in Spanien zurück. Nachdem sie die Hunde wieder in die Zwinger gebracht und ihre Waffen im Lager abgegeben hatten, wurden Rogers und seine Kollegen unerwartet von einer Limousine der Air Force abgeholt. Sie wurden zum Hauptquartier gefahren, getrennt und mussten in unterschiedlichen Räumen zwei Offizieren Bericht erstatten.

 weiter lesen 

Wissenschaft | Aufrufe: 310 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-02-15 | Kommentare (0)

... Frage von Udo Klein: Gibt es berechtigte Zweifel an der Urknall-Theorie?

Die Beweise für den Urknall sind schlüssig. Trotzdem gibt es einzelne Skeptiker, die nicht an einen Beginn des Universums glauben und die Fakten anders interpretieren. Der Urknall ist sicher. Das glauben jedenfalls die meisten Kosmologen. Das Modell einer heißen Urexplosion, aus der Raum und Zeit hervorgingen, entstand in seinen Grundzügen bereits im frühen 20. Jahrhundert. Als Erster postulierte der russische Physiker Alexander Friedmann, dass das Universum einen Anfang hatte. Er hatte sich mit den Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins beschäftigt und bemerkte, dass sie einen Kosmos beschreiben, der – ausgehend von einem Anfangspunkt – ewig expandiert, zu einem Endpunkt hin kollabiert oder sowohl einen Anfangs- als auch einen Endpunkt hat. Das war 1922. Einstein selbst ging demgegenüber von einem statischen, also unveränderlichen Universum aus, das ewig existierte und weder Anfang noch Ende hatte.

Der belgische Priester und Physiker Georges Lemaître führte ähnliche Berechnungen durch und entdeckte 1927, dass sich daraus ein dynamisches Universum ergab, das sich ausdehnte. Lemaître baute auch auf astronomischen Beobachtungen auf. So registrierte der amerikanische Astronom Vesto Slipher 1912 erstmals die Rotverschiebung der Spektrallinien im Licht weit entfernter kosmischer Nebelflecken, die sich später als Galaxien entpuppten. Sein Kollege Edwin Hubble ermittelte 1925 die Distanz zu dem bis dahin rätselhaften Nebel im Sternbild Andromeda. Wie sich zeigte, liegt dieser weit außerhalb unserer Milchstraße. Später publizierte Hubble Entfernungsmessungen zu weiteren Galaxien, und 1929 fand er heraus, dass die Rotverschiebung der Galaxien proportional zu ihrer Entfernung wächst. Nun war klar, dass die Galaxien weit entfernte Sternsysteme sind, die sich alle voneinander entfernen, ähnlich wie Bombensplitter nach einer Explosion. Die Theorie von der Expansion des Universums galt damit als bewiesen.

Universum entstand aus „Uratom" Lemaître rechnete die kosmische Expansion bis an den Anfang zurück und kam zu einem Zustand, in dem das Universum mit einem einzigen Teilchen beginnt, das er „Uratom" nannte. Es war eine erste Form einer Urknall-Theorie. Dann aber war der logische Schluss, dass das All früher sehr viel kleiner und dichter gewesen sein musste. Somit war auch der Druck darin sehr hoch, und da Druck Wärme erzeugt, muss es auch sehr heiß gewesen sein. In ihren Grundzügen glich sie einer Erklärung der Entstehung des Universums, die der griechische Philosoph Anaximander (610 bis 546 vor Christus) ersann. Er glaubte, dass die Welt aus einem zeugungsmächtigen Keim des „Heißen und Kalten" entstand, die in einer Art Urflamme voneinander getrennt wurden. Die Physiker George Gamow, Ralph Alpher und Robert Herman führten die neuzeitliche Theorie von der Entstehung des Kosmos fort. In einer 1948 veröffentlichten Arbeit sagten sie vorher, dass es eine Strahlung geben müsse, die das ganze Universum durchdringt, als eine Art Nachleuchten des „Urknall-Lichtblitzes". Tatsächlich wurde diese Hintergrundstrahlung 1965 von Arno Penzias und Robert Woodrow per Zufall gefunden. Die beiden US-Physiker erhielten für diese Entdeckung den Nobelpreis. Sie war eine grandiose Bestätigung der Theorie vom heißen Weltenbeginn.

weiter lesen

Wissenschaft | Aufrufe: 289 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-01-25 | Kommentare (0)

Warum die Zeit nicht "vergeht”

von MartinB am September 19, 2012

Nein, auch wenn der Titel vielleicht den Anschein erweckt, ich versuche hier nicht, krampfhaft Aufmerksamkeit mit einer überzogenen Schlagzeile zu erwecken. Ich meine das auch nich tmetaphorisch oder irgendwie verklausuliert, sondern ganz wörtlich: Das "Fließen” der Zeit ist letztlich nur eine Illusion.


Aus unserer Alltagsanschuung und unserer Wahrnehmung der Welt ist eins ganz klar: Es gibt immer einen gegenwärtigen Moment, das "Jetzt”, und ein solcher Moment folgt auf den nächsten. Das ist das, was wir als "Vergehen” der Zeit empfinden. Man könnte das etwa so veranschaulichen

Die "Gegenwart” ist hier mit einem Pfeil gekennzeichnet und dieser Pfeil bewegt sich entlang der Zeitachse. So jedenfalls empfinden wir alle den Verlauf der Zeit (oder nicht?).

Wenn man anfängt, sich zu fragen, wie schnell sich denn der Pfeil bewegt, dann wird es schon schwierig – ich habe schon mehr als einmal die Aussage gehört, die Zeit vergehe mit einer Geschwindigkeit von einer Sekunde pro Sekunde. Schon rein mathematisch sieht man, dass da etwas faul ist – eine Sekunde pro Sekunde lässt sich als Bruch kürzen zu 1. Damit hat das Vergehen der Zeit eine Geschwindigkeit, die keine Einheit hat, was schon mal merkwürdig ist.

Wie merkwürdig diese Vorstellung wirklich ist, kann man auch sehen, wenn man sie von der Zeit auf den Raum überträgt. Man könnte ja genauso gut fragen: Wie weit erstreckt sich der Raum? Und die Antwort wäre dann: Er erstreckt sich mit einem Meter pro Meter. Das erscheint auch wenig sinnvoll – der Abstand zwischen zwei Punkten ist so groß, wie er ist, und wir messen ihn eben in Metern. Das Meter als Längeneinheit erlaubt uns, Längen zu vergleichen (genauso wie die Sekunde es erlaubt, Zeitspannen zu vergleichen). Davon unabhängig noch eine "Erstreckung” definieren zu wollen, würde einen weiteren Raum einführen, in dem der erste Raum eingebettet ist. Das geht beispielsweise bei einer Landkarte, bei der wir sagen "1 cm entspricht 2 km” – aber es ergibt wenig Sinn zu sagen, ein Meter erstreckt sich über einen Meter.

So ist es auch mit der Zeit: Damit der "Jetzt-Pfeil” eine Geschwindigkeit haben kann, bräuchten wir eine zweite, andere Zeit, in der wir die Geschwindigkeit messen könnten. Die gibt es in unserer Welt allerdings nicht. Ein Wesen, das außerhalb unserer Welt steht, könnte eine eigene, unabhängige Zeit haben, und in der würde die Aussage Sinn ergeben. Das könnt ihr euch ganz praktisch anschaulich machen, wenn ihr einen Roman lest – ihr könnt beispielsweise die Reise von Frodo Beutlin vom Auenland nach Mordor lesen, die ziemlich genau ein halbes Jahr gedauert hat. Wenn ihr das Buch in 20 Stunden gelesen habt, dann verging die Zeit in dem Buch für euch mit einer mittleren Geschwindigkeit von 6 Monaten pro 20 Stunden. An einigen Stellen verging sie relativ schnell (Beispielsweise auf der Reise durch das Land Hollin, wo zwei Wochen in nur wenigen Seiten zusammengedrängt sind), an anderen Stellen sehr langsam (beispielsweise beim Rat von Elrond, wo ein Vormittag über viele Seiten beschrieben wird).


weiterlesen

Wissenschaft | Aufrufe: 322 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2013-01-21 | Kommentare (0)

VOR DEM URKNALL - MODELL KLASSIKWie unser Universum groß wurde und seine Materie erzeugte: Am Anfang war die überlichtschnelle Aufblähung.

Rüdiger Vaas

Jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne. So auch dem Anfang der Welt: Wissenschaftler, die diese rätselhafte Zeit beschwören, suchen nach „Zauber"formeln, etwas unbescheidener „Theorie von 
Allem" genannt, um eine einzige „Zauber"kraft zu beschreiben, aus der alle fundamentalen Naturkräfte hervorgegangen sind. Denn erst mit Hilfe einer solchen Theorie der Quantengravitation können sie dem Rätsel vom Ursprung des Universums auf die Spur kommen – wenn das überhaupt gelingt.


„Die Astrophysik kann wesentliche Merkmale der Entwicklung erklären – sei es von Sternen, Galaxien oder vom Universum insgesamt – aber die jeweilige Entstehung dieser Objekte liegt noch weitgehend im Dunkeln", sagt Michael Grewing. Der Direktor des Instituts für Radioastronomie im Millimeterbereich im französischen Grenoble erklärt das Problem mit Hilfe einer alltäglichen Analogie: „Der Lebensweg eines Menschen lässt sich durch Beobachtungen auf der Straße recht gut rekonstruieren: Da gibt es Babys, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen. Aber über die Zeugung und Geburt lernt man so nichts. Die Frage nach der Entstehung bleibt unbeantwortet, wenn man nur den Gang einer Entwicklung kennt."

Wissenschaft | Aufrufe: 347 | Hinzugefügt von: mz | Datum: 2012-03-05 | Kommentare (0)

Suche